Fünfter "International Paid Content Summit" bei Axel Springer in Berlin / Umfrage zeigt: Zusammenarbeit mit Plattformen nicht zufriedenstellend



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09.02.18

Fünfter "International Paid Content Summit" bei Axel Springer in Berlin / Umfrage zeigt: Zusammenarbeit mit Plattformen nicht zufriedenstellend

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33 internationale Medienmarken nahmen teil / Umfrage zeigt: Zusammenarbeit mit Plattformen schwierig, Ausnahme ist Google / Zahlungsbereitschaft der Leser nimmt weiter zu / "Paid Content Award" für "Aftonbladet"

Digitales Branchentreffen in Berlin: Über 80 Experten führender internationaler Medienhäuser aus 15 Ländern kamen vom 7. bis 8. Februar 2018 auf Einladung von Axel Springer und BILD zum fünften „International Paid Content Summit“ zusammen. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung tauschten die Teilnehmer Erfahrungen bei der Implementierung und Optimierung digitaler Bezahlmodelle aus. Neben BILD, WELT und BUSINESS INSIDER nahmen auch Medienmarken wie „Aftonbladet“, „Financial Times", „Le Monde“, „New York Times“, „Süddeutsche Zeitung“ und „Wall Street Journal“ an der Konferenz teil.

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Springer SE: „Die Debatte um Fake News hat im vergangenen Jahr den Wert von Qualitätsjournalismus und die damit verbundene Akzeptanz von Paid Content sehr positiv beeinflusst. Wenn Facebook und Google ihre Ankündigungen endlich wahr machen, und Bezahlangebote auf ihren Plattformen integrieren, haben wir 2018 den nächsten Meilenstein erreicht.“

Umfrage unter digitalen Medienmanagern zeigt: Zusammenarbeit mit Google funktioniert besser als mit Facebook / Bezahlangebote bei Lesern immer beliebter

Umfrage Paid Content Summit 2018 Eine Umfrage unter den Teilnehmern zeigt, dass gerade in der Zusammenarbeit mit Google und Facebook beim Vertrieb von Digitalabos großes Potenzial gesehen wird. Bei der Beurteilung der Zusammenarbeit mit den Plattformen wird Google gleichwohl ein deutlich kooperativereres Verhalten zugeschrieben als Facebook.

Stefan Betzold, Managing Director BILD Digital: „Die Teilnehmer sind sich einig, dass in der Kooperation mit den Plattformen großes Potenzial liegt. Als Vertriebsweg können sie für Paid Content zukünftig noch eine zentrale Rolle spielen. Allerdings klafft zwischen gut gemeinten Ankündigungen und tatsächlichen Handlungen noch eine große Lücke. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Plattformen ihre Ankündigungen endlich auch in die Tat umsetzen."

Positiv entwickelt sich nach Angabe der Befragten die Akzeptanz von Bezahlangeboten bei den Lesern: 70 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass die Zahlungsbereitschaft der Leser weiter gestiegen sei (vgl. 2016: 56 Prozent, 2017: 74 Prozent).

Schlüsselfaktoren bei der Weiterentwicklung der Bezahlangebote sind in diesem Jahr laut Umfrage vor allem die Optimierung der „User Flows" (86 Prozent Zustimmung), Investitionen in journalistische Inhalte (78 Prozent) und mehr Datenkompetenz in den Redaktionen (77 Prozent). Jon Slade, Chief Commercial Officer der Financial Times ergänzt einen weiteren Erfolgsfaktor für 2018: „Manchmal verkomplizieren wir unsere Angebote an die Nutzer. Daher wird Einfachheit der Schlüssel sein. Auch, um die Organisation priorisiert und fokussiert zu halten.“ Für Espen Egil Hansen, Herausgeber Aftenposten, stehen andere Herausforderungen im Vordergrund: „Im vergangenen Jahr haben wir gemerkt, dass die Leser wirklich bereit sind, für unsere Angebote zu bezahlen. Jetzt müssen wir die Leser nachhaltig binden, denn sie suchen unsere Angebote in der Regel nicht täglich auf. Deshalb wird die Steigerung des User Engagements und der Kundenbindung die größte Herausforderung für uns sein.“

 „Paid Content Award“ für schwedische „Aftonbladet“

Mit dem „Paid Content Award“ wurde in diesem Jahr die schwedische Boulevard-Zeitung „Aftonbladet“ ausgezeichnet. Die Jury würdigte damit einen der Pioniere im Bereich Paid Content. Schon vor 15 Jahren entwickelte Aftonbladet ein Freemium-Modell, das bis heute vielen als Vorbild dient. Seitdem hat Aftonbladet sein Angebot konsequent weiterentwickelt und mit Innovationen und Wachstumsimpulsen neue Rekorde bei Abonnenten und Erlösen erzielt.

Peter Nelander, Head of Aftonbladet Plus, und Ted Kudinoff, Head of Editorial Plus, über die Gründe für den Erfolg ihres Bezahlangebots: „Im Jahr 2017 haben Redaktion, Produktentwicklung und Marketing gemeinschaftlich an der Initiative ‚Sport +‘ gearbeitet. Sport ist ein wichtiger Teil unserer DNA und die enge Zusammenarbeit war ein Schlüsselfaktor für unser Abonnentenwachstum im vergangenen Jahr.“

Teilnehmende Medienmarken des „International Paid Content Summit“ 2018:

Aftenposten (Norwegen), Aftonbladet (Schweden), Asahi Shimbun (Japan), BILD (Deutschland), BUSINESS INSIDER (USA), Der Spiegel (Deutschland), Die Zeit (Deutschland), Dow Jones (USA), Ekstra Bladet (Dänemark), El Mundo (Spanien), Frankfurter Allgemeine Zeitung (Deutschland), Financial Times (Großbritannien), Handelsblatt (Deutschland), Jyllands-Posten (Dänemark), La Republica (Italien), Le Figaro (Frankreich), Le Monde (Frankreich), Neue Zürcher Zeitung (Schweiz), News UK – The Times & Sunday Times (Großbritannien), Newsweek (Polen), Onet Ringier Axel Springer Polen (Polen), Schibsted (Schweden), Ringier (Schweiz), Ringier Axel Springer (Schweiz),Süddeutsche Zeitung (Deutschland), The Atlantic (USA), The Australian (Australien), The Guardian (Großbritannien), The New York Times (USA), The Straits Times (Singapur), Verdens Gang (Norwegen), WELT (Deutschland), Wall Street Journal (USA).

Pressekontakt Axel Springer SE:
Friedrich Kabler

Tel: +49 30 2591 77625